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Unser Streitschlichtungskonzept

1. Schritt:

Die Kinder willigen ein, sich an unsere Kommunikationsregeln zu halten.

 

                            OHR: „Wir hören uns gegenseitig zu und lassen uns ausreden.“

                            AUGE: „Wir schauen uns an.“

                            MUND: „Wir sprechen freundlich.“     

 

Diese Kommunikationsregeln werden von der Giraffe als Symbol aus der Gewaltfreien Kommunikation repräsentiert und zu Beginn der Streitschlichtung den Kindern in Erinnerung gerufen. Nur wenn beide Kinder sich bereit erklären, diese Regeln anzuerkennen, ist eine Konfliktlösung möglich.

 

2.Schritt:

Jedes Kind darf aus seiner subjektiven Sicht den Verlauf des Konfliktes schildern. Dabei ist besonders wichtig, dass sich das Kind dabei ernstgenommen fühlt und ausreden darf. Der Erwachsene achtet auf die Einhaltung der Kommunikationsregeln. Er ermutigt schüchterne oder schweigsame Kinder durch freundliche Ansprache und findet mit Kindern, die sehr viel erzählen möchten, einen angemessenen Weg. Der Erwachsene hat die Rolle des Mediators, d.h. er ist unparteiisch und hat nicht das Ziel, den Schuldigen zu finden, sondern mit den Kindern gemeinsam eine gute Lösung herbeizuführen

 

3. Schritt:

Die Kinder äußern ihre Gefühle.

  

Es ist wichtig, dass die Kinder sich ihrer Gefühle bewusst werden und diese auch äußern können. Das fördert die Selbstreflexion und macht dem anderen Kind deutlich, dass ein Verhalten verletzend sein kann. Der Erwachsene leitet die Kinder an, in der „Ich-Form“ zu sprechen. Hilfreich ist für die Kinder die Formulierung: „Wenn du …., dann fühle ich mich….“

 

 

4. Schritt:

Die Kinder finden eine Lösung und treffen ein Abkommen.

 

Beide Kinder schlagen eine Lösung für den Streit oder Konflikt vor. Was möchte das eine Kind von dem anderen? Was muss getan werden? Dann wird der Vorschlag dahingehend überprüfend, ob die Lösung fair ist für beide und ob sie „in echt geht“, d.h. auch machbar ist.

Haben die Kinder eine adäquate Lösung gefunden, treffen sie ein Abkommen und beenden die Streitschlichtung. Sie können sich z.B. die Hände reichen.

 

Die Methode wird in jeder Gruppe mit Hilfe von verschiedenen Rollenspielen und Interaktionen eingeführt und immer wieder eingeübt und wiederholt. So lernen die Kinder vom 1. Schuljahr an eine konstruktive und einheitliche Konfliktlösung kennen und werden auch befähigt, Konflikte im Laufe der Zeit alleine zu lösen.

Partizipation

 Das Einbeziehen und Mitbestimmen der Kinder in unseren OGS-Alltag ist uns wichtig. Freitags an unserem Gruppentag werden verschiedene Themen mit den Kindern besprochen, so auch das Streitschlichtungsprogramm. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Wünsche, Vorschläge und auch Kritik zu äußern. Zum Beispiel:

-       Wurden die Kinder in der Vergangenheit befragt, welche AGs sie sich wünschen und welche noch bleiben sollen. Die Auswertung dieser Umfrage ergab, dass AGs wie Basketball, Waveboarden und Inliner in unser AG-Programm aufgenommen wurden.

-       Eine weitere Umfrage bezüglich des Essens ist geplant, die Kinder werden ein Feedback-Plakat für den Caterer Robi erstellen, welches dem Betriebsleiter ausgehändigt wird.

Emotionale Kompetenz

Wir möchten die Kinder befähigen, sich mit ihren Gefühlen auseinander setzen zu können. Wir möchten erreichen, dass die Kinder ihre eigenen Gefühle erkennen und benennen können. Diese Fähigkeiten sind z.B. sehr wichtig, wenn wir Konflikte lösen wollen. Ein emotional kompetentes Kind kann sich in sein Gegenüber einfühlen und entwickelt Empathie.

Die Kinder werden dazu ermutigt, an ihrer Selbsterkenntnis zu arbeiten, sie sollen ihr eigenes Verhalten reflektieren können und sagen, was sie selbst gemacht haben. Für Kinder ist das Reflektieren noch sehr schwer, dennoch unterstützen wir sie täglich dabei diese Fähigkeit immer mehr zu erlangen.

Rechte und Pflichten

Kinder haben sowohl Rechte als auch Pflichten. Um sich in die Gemeinschaft zu integrieren, muss man sich an bestimmte Regeln halten. Diese Regeln brauchen sie, um sich orientieren zu können. Dazu gehört auch, dass sie häufig die Grenzen austesten. Sie brauchen diesen Machtkampf mit den Erwachsenen. Durch das Einhalten der Regeln bekommen sie wiederum Sicherheit- sie erfahren, dass die Erwachsenen verlässlich sind.  

Motorik

Die Kinder haben stets das Bedürfnis sich zu bewegen. Wir geben den Kindern die Möglichkeit sich auf dem Schulhof auszutoben oder andere Bewegungsspiele zu nutzen. Wir bieten daher gezielt viele sportliche AGs wie Waveboarden, Spiele rund um den Ball, Inliner, Fußball und Zirkus an. Bei den meisten Außenaktivitäten trainieren sie ihre Grobmotorik, aber auch die Feinmotorik z.B. durch das Halten eines Seiles oder durch das Schulhofbemalen mit Straßenkreide. Die Kinder erfahren sehr viel mit ihren Händen; sie bauen mit Lego, malen, basteln, stricken, forschen, halten fest, heben hoch, das Schleife binden, das An- und Ausziehen, das Schreiben und vieles mehr. Diese Aktivitäten fördern ebenfalls die Feinmotorik.

Wahrnehmung

Es gibt verschiedene Sinneswahrnehmungen, durch die die Kinder die Welt erkunden. Sie hören, schmecken, sehen, fühlen, riechen und entscheiden viel aus dem Bauch heraus (Instinkt). Jede Sinneswahrnehmung hilft uns dabei, Dinge besser verstehen und „begreifen“ zu können. In einer Auseinandersetzung mit anderen Kindern messen sie ihre Kräfte. Sie achten  auf die Mimik und Gestik des Anderen und nehmen das Gesagte des Gegenübers wahr.

Kognitive Fähigkeiten

Der Schwerpunkt in der Förderung der kognitiven Fähigkeiten liegt nicht nur im Bereich des Unterrichts, auch im OGS- Alltag vertiefen und erweitern wir diese. Neben der Hausaufgabenbetreuung haben die Kinder viele Möglichkeiten ihre Fähigkeiten auszubauen, z.B. das Lesen und Verstehen von Texten sowie das Trainieren ihrer Konzentration und Ausdauer.

Umgang mit alltäglichen Aufgaben

OGS dient als familienergänzendes Modell, d.h. viele alltägliche Aufgaben, wie Mittagessen, Freispielphasen und Hausaufgabenbetreuung, fallen in unsere Betreuungszeit.

Wir versuchen die Kinder zur Ordnung anzuleiten, dabei achten wir auf den ordnungsgemäßen Umgang mit Materialien, das Aufräumen und Wegräumen von Spielsachen und Anziehsachen.

Wir befassen uns auch mit dem Umgang mit Geld. Viele Kinder haben keinen Bezug zum Geld und können sich den Wert von Geld nicht vorstellen. Durch Rollenspiele verdeutlichen wir den Kindern dieses.

Das Thema „gesunde Ernährung“ nimmt einen sehr hohen Stellenwert bei uns ein. Bei der Auswahl der Tagesgerichte von unserem Caterer achten wir immer auf abwechslungsreiche Mahlzeiten. Wir wählen auch Gerichte aus, die nicht typisch kindgerecht sind, damit sie Verschiedenes kennenlernen und probieren können.

Darüber hinaus bieten wir in der OGS gesundes Essen in der Snacktime an, wie z.B. Rohkost, belegte Brote und Obst. Unterstützt wird unser Handeln durch das Ernährungskonzept von „Aid“.

(Abb. von http://www.party-schmitz.de/catering/kindergartencatering-schulcatering.)      

Da wir im ständigen Umgang miteinander sind, ist Hygiene in unserer OGS wichtig. Wir achten darauf, dass die Kinder sich vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch die Hände waschen, leisten die erste Wundversorgung bei Verletzungen, informieren die Eltern und Kinder, bei ansteckenden Krankheiten und Läusen.

Manieren sind sehr wichtig für einen freundlichen Umgang miteinander. Wir weisen die Kinder darauf hin, „Bitte und Danke“ zu sagen. Auch beim Essen in der Mensa achten wir auf angemessene Tischmanieren und auf das Benutzen von Messer und Gabel.

Wir haben folgende Mensaregeln:

o   „Ich probiere das Essen.“

o   „Ich zeige meinen Teller.“

o   „Ich räume meinen Platz auf.“

Resümee

Innerhalb von vier Jahren können Kinder viel Neues erlernen und schon erworbene Fähigkeiten festigen. Wir als OGS, versuchen die Kinder bestmöglich bei ihrer Persönlichkeitsfindung zu begleiten und zu unterstützen.

Paulusschule Bonn